 Der Zöllnerstreik kostet polnische Transportunternehmen rund 100 Mio. EUR. Das ist die erste vom Straßengüterverkehrsverband ZMPD präsentierte Schätzung. Die Zöllner hatten die Abfertigung an den Grenzen zu Weißrussland und zur Ukraine zunächst ganz eingestellt und fertigen derzeit nur schleppend ab. Sie fordern mehr Lohn. Folge ist ein anhaltender Lkw-Stau.
Dabei trifft es die kleinen Fuhrunternehmen besonders hart. „Die kleineren Firmen haben so hohe Verluste signalisiert, dass sie ihre operative Tätigkeit einstellen müssen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der ZMPD, Jan Buczek. Viele Unternehmen hätten keine Lkw mehr entsandt, und die Ware sei in den Lagern liegengeblieben.
Ein Lkw, der seine Waren nicht ausliefern kann, verursache Kosten in Höhe von 300 EUR pro Tag. Hinzu kämen gegebenenfalls Vertragsstrafen aufgrund von Lieferverzögerungen. Die Firmen kündigten Schadenersatzforderungen gegen die polnische Regierung an. Dabei wird das Finanzministerium der Adressat sein. |