 Der Verkauf logistischer Dienstleistungen wird nicht mehr allein über den Preis als Differenzierungsmerkmal geschehen. Zunehmend gewinnen Qualität und Verfügbarkeit der Dienstleistung an Gewicht. Dies ist der Ausblick, den Ralf Stengel, Direktor bei BearingPoint, in Frankfurt gab. Das Beratungsunternehmen hat die Studie vorgestellt „Status und Perspektiven von partnerschaftlichen Kooperationen für Logistikleistungen“. Dafür hatte BearingPoint 21 große Dienstleister und 42 Verlader befragt. Hinsichtlich Angebot und Nachfrage der Dienstleistungsbereiche klaffen die Erwartungen der beiden befragten Gruppen nicht weit auseinander. Lediglich in den Bereichen Auftragsabwicklung sowie Produktion und Montage erwarten die Verlader nur zu einem sehr geringen Teil die Unterstützung durch Dienstleister. Demgegenüber seien letztere zu 100 Prozent bereit, Auftragsabwicklung zu unterstützen. Etwas über der Hälfte würde auch Tätigkeiten aus dem Bereich Produktion und Montage erbringen. Überraschend hoch war mit über 50 Prozent die Nachfrage nach Rückhollogistik. Die besten Chancen haben große Dienstleister mit Zugriff auf nationale und internationale Netze und hoch spezialisierte Nischendienstleister. Besonders der Zugriff auf nationale Netze ist wichtig, denn in diesem Bereich – nationale Straßentransporte – kann die Nachfrage der Verlader derzeit nicht komplett abgedeckt werden. Die Verlader erwarten in der Regel bei Outsourcing-Vorhaben eine IT-Anbindung des Dienstleisters und entsprechende Unterstützung. Lagerverwaltung und Bestandsführung, Dokumentenmanagement, Transportdisposition und Auftragsabwicklung, Bedarfsplanung und strategische Transportplanung sollten auf einer integrierten Datenplattform abgewickelt werden. Auf diese sollten Verlader und Dienstleister gleichermaßen Zugriff haben. |