 Trotz des scharfen Preisdrucks im weltweiten Luftfrachtgeschäft hat Lufthansa (LH) Cargo 2007 positiv abgeschlossen. Mit dem Aufbau eines eigenen Frachtverbunds will der Carrier noch schlagkräftiger und wieder weltweiter Marktführer werden. LH Cargo arbeitet an einem eigenen weltweiten Netz. „Wir wollen die diversen Plattformen in unserer Gruppe zu einem intelligenten Verbund zusammenfügen“, kündigte Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender des Frachtfliegers, in Frankfurt an. Neben LH Cargo selbst hat er dabei vor allem die Beteiligungsgesellschaften Jade Cargo und AeroLogic im Blick. Dadurch könne nicht nur auf die eigene Flotte von 19 Frachtern des Typs MD 11 sowie die Belly-Kapazität der 400 LH-Passagierflugzeuge zurückgegriffen werden, sondern auch auf sechs B747-Frachter von Jade und elf B777-Frachter von AeroLogic. Die Tage der Frachtallianz Wow indes sind gezählt. „Sie hatte nicht den Erfolg wie erwartet“, konstatierte Spohr. Es würden mit Ausnahme kleinerer lokaler Kooperationen keine weiteren Aktivitäten unter der Marke Wow betrieben. Trotz weltweit steigender Frachtkapazität und deshalb sinkender Raten hat LH Cargo 2007 bei rückläufigem Umsatz operativ mehr verdient. Bei einem um 2,6 Prozent auf 1,805 Mio. t gestiegenen Fracht- und Postaufkommen sanken die Umsatzerlöse um 3,8 Prozent auf 2,74 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis legte aber von 81,5 auf 135,6 Mio. EUR zu. Wesentlicher Grund: 2007 fielen niedrigere Einmalaufwendungen in Zusammenhang mit einem Kartellverfahren in den USA an als 2006. Bereinigt um diese Einmaleffekte liege das operative Ergebnis in etwa auf Vorjahresniveau, ergänzte Finanzvorstand Dr. Roland Busch. |